D-Juniorinnen – Saisonstart nach Maß

Wie so viele Merler Jugendmannschaften sind auch die D-Juniorinnen mit einem komplett neuen Trainerteam in die Saison 2018/2019 gestartet. Chefcoach Sascha Petzold darf auf die Unterstützung von gleich vier Co-Trainerinnen zählen. Mit Pia Bechlenberg, Anthea Nitsch und Ella Petzold sind drei Spielerinnen aus der eigenen Jugend zum Team gestoßen, Jugendleiterin Angelika Kolzem komplettiert das Quartett. Diese luxuriöse Personalsituation eröffnet dem Trainer die Möglichkeit, trotz eines riesigen Kaders von 24 Mädchen der Jahrgänge 2006 bis 2009 – Anfänger bis weit Fortgeschrittene – ein individuelles und auf den jeweiligen Leistungsstand zugeschnittenes Training anzubieten.

Dass die Mädels diese Möglichkeiten zu schätzen wissen, zeigt eine Trainingsbeteiligung von ca. 20 Mädchen im Schnitt. Das ist ein toller  Wert, der sich auch im Punktspielalltag im Rennen um die begrenzten Einsatzmöglichkeiten niederschlägt. Woche für Woche haben die Trainer die Qual der Wahl, welche 11 Mädchen die Merler Farben aufs Spielfeld  tragen dürfen. Doch drückt sich dieser kleine Konkurrenzkampf auch schon in zählbarem Erfolg aus?

Um es vorwegzunehmen: ja, das tut er. Gleich im ersten Saisonspiel gegen ISC Al Hilal Bonn gingen die Merler Mädchen äußerst engagiert und mit  Spielfreude zu Werke. Obwohl zahlreiche Torchancen vergeben wurden, stand am Ende ein 5:1 Sieg zu Buche. Eine Woche später ging es zu den alten Bekannten nach Merzbach. In einem umkämpften, aber auch spielerisch sehenswerten Spiel auf Augenhöhe stand es mit Abpfiff leistungsgerecht 1:1.

Ihr vorläufiges Meisterstück lieferten die Amselstädterinnen im dritten Spiel gegen den BSV Roleber ab. Der als kampf- und spielstark bekannte Gegner hatte im gesamten Spiel nicht eine Torchance und wurde mit schönem Merler Kombinationsfußball teilweise schwindlig gespielt und 3:0 besiegt. Dass es nicht immer so gut laufen kann, zeigte sodann die nächste Partie gegen den FV Endenich. Hier war dann doch wieder viel Stückwerk und Krampf zu sehen, aber das Glück ist mit den Tüchtigen, und so konnte auch dieses Spiel mit 1:0 gewonnen werden.

Kurzen Prozess machten die Merler Mädels dann mit dem Tabellenvorletzten RG Wesseling, der mit 13:0 nach Hause geschickt wurde. Dass die damit errungene Tabellenführung auch eine lähmende Bürde sein kann, sah man allerdings sehr deutlich im nun folgenden Spiel beim Schlusslicht Hertha Buschhoven. Hier wollte zunächst gar nichts gelingen, nicht einmal die einfachsten Pässe kamen bei der Mitspielerin an, und die wenigen Torchancen gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber wurden kläglich vergeben. Erst nach einer sehr eindringlichen Halbzeitansprache des Trainers wurden die Amselstädterinnen ihrer Favoritenrolle gerecht und fuhren einen letztlich ungefährdeten 8:0 Sieg nach Hause.

Damit gehen die Merler D-Mädchen mit 16 Punkten aus sechs Spielen als Spitzenreiter in die durch die Herbstferien bedingte fünfwöchige Punktspielpause. Diese Tabellenführung darf man aber auch nicht überbewerten, denn die richtig schweren Brocken wie der Oberkasseler FV, die Sportfreunde Ippendorf oder auch der MSV Bonn kommen erst noch. Und viel wichtiger als Punkte und Tabellenplätze ist ohnehin, dass hier wieder einmal eine Merler D-Mädchen-Mannschaft auf dem Feld steht, die ansprechenden Kombinationsfußball mit Herz und Leidenschaft spielt und ihren Eltern und Trainern gleichermaßen viel Freude bereitet. So darf es gerne weitergehen!

Für den SV Rot-Weiß Merl spielten bisher: Amelie, Annika, Antonia, Christina, Ellen, Emiliy S., Emilly D., Enya, Fine, Hanna, Joke, Lena B., Nina, Paniz, Sarah, Teresa und Yasmin.

(Bericht: Sascha Petzold)