B-Juniorinnen – Charaktertest bestanden

Alemannia Aachen U 16 – SV Rot-Weiß Merl 1:6 (0:1)

Nach kurzer Vorbereitungszeit, in der viele neue Spielerinnen in das Team integriert werden mussten, stehen zu Beginn der Verbandsliga-Saison 2017/2018 mit dem SV Menden, Alemannia Aachen U 16 und dem TSV Wolsdorf gleich die Topfavoriten und namhaften Ligakonkurrenten auf dem Spielplan.

Das Auftaktspiel auswärts beim SV Menden ging nach einer blutleeren Vorstellung unseres Teams deutlich mit 1:5 verloren. Leider hat sich in diesem Spiel Kirsten, eine der etatmäßigen Innenverteidigerinnen, schwer verletzt und fällt weiter aus. Emily fehlt ebenfalls mehrere Wochen. Mit Lena, Lina und Sarah K. fehlten heute zur Wiedergutmachung in Aachen weitere Spielerinnen aus dem Kader. Marisa saß grippegeschwächt zunächst auf der Bank. So haben mit Sarah R., Anthea und Ella drei C-Mädchen die Gelegenheit bekommen, Luft in der Mittelrheinliga zu schnuppern.

Das neu formierte Trainerteam um Marcello Montuori und Stefanie Kolzem beorderte Maike H. in die Innenverteidigung neben Alena. Die junge Sarah R. stand in der Mittelfeldreihe direkt in der Startelf. Sarah S. war als einzige Spitze im 4-1-4-1 auf dem Platz. Der Beginn war verheißungsvoll. Gleich mit dem ersten Merler Angriff setzte sich Anna-Lena im Mittelfeld durch und konnte auch die dahinter gestaffelte Verteidigerin überlaufen und den Ball zum 0:1 für den Gast ins Netz schieben. Die Heimmannschaft war geschockt und wurde in der Folgezeit durch gutes Pressing in der eigenen Hälfte bespielt. Viele Merler Angriffe liefen über die rechte Seite, auf der Lilly-Belle, Sarah R und die aus der Verteidigung nachrückende Lara für viel Druck sorgten und einige Bälle gut aber etwas zu lang zu Sarah S in den Angriff durchsteckten. Als Aachen umgestellt hatte und sich bemühte etwas höher zu stehen wurde das Spiel ausgeglichener. Insbesondere die schnelle linke Außenstürmerin stellte die Abwehr der Amselstädterinnen vor große Probleme. Nachdem Lilly-Belle und Alena nach 20 Minuten ausgewechselt werden mussten, schien der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit. Mit guten Reaktionen und ruhiger Verfassung bewahrte Anna im Merler Tor ihr Team vor dem Ausgleich. Laura bemühte sich aufopferungsvoll die Lücken in der Abwehr bis zum Halbzeitpfiff zu stopfen. Unterstützung bekam die Mannschaft nun auch von der eingewechselten Marisa, die trotz Erkrankung ihre Erfahrung gut in der Verteidigung einsetzte. So waren unsere Mädchen froh als der Halbzeitpfiff ertönte.

Zum Beginn der zweiten Halbzeit kam die Merler Startelf wieder auf den Platz – und begann wie in der ersten Halbzeit. Mit dem ersten Angriff in der zweiten Halbzeit erzielte Anna-Lena das 0:2 für Merl. Ergebnis und psychologischer Vorteil lagen nun eindeutig auf Merler Seite. Der Alemannia fiel es schwer Druck aufzubauen, Rot-Weiß glaubte nun langsam an die Möglichkeit des ersten Sieges in der Mittelrheinliga gegen diesen renommierten Gegner. Als Laura in der Folge einen Freistoß aus 18 Metern Entfernung direkt ins lange Eck zum 0:3 zirkelte, waren die Weichen für Merl endgültig auf Sieg gestellt. Jana und Maike H. spielten ihre Positionen sicher und bewiesen eine große Zweikampfstärke. Maike F und Sarah R machten aus dem Zentrum das Spiel so dass unsere Mannschaft zu weiteren guten Chancen kam. Nach schöner Ecke von Sarah S. setzte Anna-Lena einen Kopfball an die Latte, wenig später scheiterte Maike F selbst mit einem Schuss am Aluminium. So war es dann wieder Anna-Lena vorbehalten auf 0:4 für die Gäste zu erhöhen. Wie in Menden hat Lilly-Belle auch heute gezeigt, dass sie mit guter Technik und Übersicht die Ruhe vor dem Tor bewahrt und so anschließend auf 0:5 erhöht. Aachen war weiter bemüht und kam durch einen verwandelten Elfmeter zum Ehrentreffer auf eigenem Platz.  Allerdings fand die junge Abwehrreihe der Kaiserstädterinnen  am heutigen Nachmittag kein Mittel gegen den athletischen Antritt von Anna-Lena, die sich ein weiteres Mal allen Verteidigungsversuchen entzog und zum 1:6 Endstand einschoss. In den letzten Minuten kamen auch die junge Anthea und Ella noch zu ihrem Debüt in der Verbandsliga und konnten nach dem Schlusspfiff diesen Sieg feiern.

Fazit:

Nach schwacher Leistung in Menden folgte heute die Rehabilitation gegen Alemannia Aachen U16 mit einem deutlichen Endergebnis. Dabei fielen die ersten beiden Treffer im richtigen Augenblick. Sonst hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können. Dem spielerischen Potential steht eine stabile physische Konstitution zur Seite, insbesondere in einem System mit Mittelfeld- und Angriffspressing.

Am kommenden Samstag möchten die Amselstädterinnen ihr Punktekonto im ersten Heimspiel der Saison gegen den FFC Bergheim erhöhen, bevor es dann am 03. Oktober auf heimischer Anlage zum Spiel gegen das sehr starke Team des TSV Wolsdorf kommt!

(Bericht: Rainer Leipelt)

Das Trainerteam Marcello Montuori

und Stefanie Kolzem